Wie entsteht Stress am Arbeitsplatz und wie verhindert man ihn?

Julia van Ramshorst
Stress am Arbeitsplatz

Vom 13. November bis zum 16. November ist die Woche des Arbeitsstresses. Ziel dieser Woche ist es, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich der negativen Folgen von Stress am Arbeitsplatz bewusst werden. 

Untersuchungen zeigen, dass 1 von 8 Beschäftigten in den Niederlanden unter arbeitsbedingtem Stress leidet (Stresszentrum, 2017). Ein Drittel dieser Gruppe von Menschen gibt oft an, aufgrund einer psychischen Erkrankung krank zu sein. 12% aller Beschäftigten in den Niederlanden leiden sogar an Burnout (oder schweben darauf). Die Chancen stehen gut, dass auch Sie jemanden kennen, der unter arbeitsbedingtem Stress leidet oder wegen der Folgen sogar zu Hause sitzt. Vielleicht bist du es selbst.

 

Was genau ist Stress? 

Stress ist eine Form der Spannung, die in positiven und negativen Stress unterteilt werden kann. Wir alle brauchen ein wenig Anspannung und Stress, um aufzutreten. Spannung, um eine Präsentation zu halten oder eine Frist einzuhalten. Diese Spannung, die positiv mit Aufmerksamkeit, Geld oder Werbung belohnt wird, ist positiver Stress. Es sorgt für Motivation und Wettbewerb. Der Wille weiterzumachen. Wenn die Spannung, zum Beispiel nach Einhaltung einer Deadline, nicht verschwindet, verwandelt sie sich in negativen Stress. Es bedeutet, dass der Körper zu lange und zu tief in Spannung war, so dass er sich nicht mehr entspannen kann. 

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Stress op de werkvloer wordt veroorzaakt wanneer je te veel prikkels binnen krijgt

Die Ursache von Stress am Arbeitsplatz

Wie genau wird Stress bei der Arbeit verursacht? Je körperlich und geistig anstrengender die Arbeit ist, desto größer ist die Chance auf Stress. Die Schwere der Arbeit wird durch die Kombination dieser vier Elemente bestimmt: Arbeitsinhalt, Arbeitsbedingungen, Beschäftigungsverhältnis und Beschäftigungsbedingungen. 

Der Inhalt der Arbeit bedeutet die Arbeitsweise und die damit verbundenen Aufgaben. Stellen Sie sich vor: Sie werden von allen Seiten gezogen, weil jeder einen Job für Sie hat. Oder Sie müssen die gleiche sichere Aufgabe so schnell wie möglich stundenlang ausführen. Dies sind zwei Dinge, die Ihren Stresspegel erhöhen können. 

Zu den Arbeitsbedingungen gehört die Situation, in der die Arbeit erledigt werden muss. Arbeiten Sie bei unmenschlichen Temperaturen, etwa in einem Gefrierschrank oder in einem viel zu heißen Büro ohne Fenster? Oder gibt es viel Geschwätz im Hintergrund, so dass Sie sich nicht konzentrieren können? Keine guten Voraussetzungen für ein gesundes Arbeitsklima. Auch der Komfort Ihres Stuhls und Tisches spielt hier eine große Rolle. 

Arbeitsbedingungen bestehen aus der Atmosphäre zwischen Ihnen und Ihren Kollegen und dem Einfluss, den Kollegen aufeinander haben. Eine Wettbewerbsatmosphäre macht Spaß und motiviert, aber eine Wettbewerbsatmosphäre, in der "Ellbogenarbeit" eingesetzt wird, ist alles andere als das. Es gibt nichts Ärgerlicheres als Kollegen, die versuchen, durch die Ränge aufzusteigen, indem sie andere herabsetzen. 

Bei den Arbeitsbedingungen geht es darum, wie ein Mitarbeiter belohnt wird, wie viel er verdient, wie seine Zukunftsaussichten sind und wie lange er arbeiten muss. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass sie auf dem richtigen Niveau bezahlt werden und genügend Möglichkeiten für die zukünftige Entwicklung haben, wird dies einen Teil des Stresses bei der Arbeit verhindern. Zu lange zu arbeiten (mehr als 8 Stunden am Tag) ist eigentlich schlecht für Ihren Stresslevel. 

Folgen von Stress am Arbeitsplatz 

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter Stress am Arbeitsplatz erlebt? Erstens verschlechtert der Stress am Arbeitsplatz die Atmosphäre zwischen Kollegen und letztendlich die Produktivität eines Teams. Zudem melden sich Mitarbeiter krank, weil sie sich körperlich und geistig nicht wohl fühlen: Das nennt man psychosomatische Beschwerden. Psychische Beschwerden verwandeln sich in unerklärliche körperliche Beschwerden. Die Folge: Menschen bekommen Burnout. Es kann sogar vorkommen, dass Menschen depressiv werden, was ihre Lebensfreude mindert. Als Arbeitgeber ist das etwas, wofür Sie nicht verantwortlich sein wollen. 

Wie beugen Sie Stress am Arbeitsplatz vor?

  • Arbeitsinhalt: Stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter eine herausfordernde Arbeit haben und sich wohl fühlen. Geben Sie den Mitarbeitern auch nicht zu viele Verantwortlichkeiten und Aufgaben gleichzeitig. 
  • Arbeitsbedingungen: Füllen Sie die Arbeitsfläche mit Pflanzen oder wechseln Sie von Zeit zu Zeit den Arbeitsplatz
  • Arbeitsbeziehungen: Organisieren Sie häufige Teamausflüge. Gehen Sie zusammen essen oder trinken oder machen Sie einen Tag Teambuilding. Machen Sie Ihren Kollegen viele Komplimente und kritisieren Sie konstruktiv. Zum Beispiel mit dem sogenannten "Hamburger-Modell" (etwas Gutes, etwas Konstruktives). Halten Sie die Atmosphäre positiv.
  • Arbeitsbedingungen: Ermutigen Sie die Mitarbeiter, nicht länger als acht Stunden zu arbeiten oder ihre Arbeit durch Tischtennis zu unterbrechen. 

Es ist nicht schwer, Ihre Mitarbeiter gesund zu halten. Mit diesen Tipps und dem Bewusstsein, dass Stress vorgebeugt werden muss, kann es jeder schaffen.